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Unsere Biosphäre

Minett UNESCO Biosphere

fördert den Erhalt der Biodiversität und die nachhaltige Entwicklung basierend auf die Bürgerbeteiligung, Bildung und Forschung.

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  • Naturschutz: Wir tragen zum Erhalt von Landschaften, Ökosystemen, Arten und genetischer Vielfalt bei.
  • Entwicklung: Wir fördern eine nachhaltige wirtschaftliche und menschliche Entwicklung aus soziokultureller und ökologischer Sicht.
  • Logistische Unterstützung: Wir stellen Mittel für umwelterzieherische Projekte und Aktivitäten sowie Weiterbildungen bereit; Forschung und ständiges Nachgehen lokaler, regionaler, nationaler und weltweiter Fragen zum Naturschutz und zur nachhaltigen Entwicklung.

Minett unesco biosphere

wurde offiziell in das weltweite Netzwerk der Biosphärenreservate des UNESCO-Programms „Mensch und die Biosphäre“ (MAB) aufgenommen.

Am 28 Oktober 2020 wurde die Minetteregion von der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) als Biosphärenreservat anerkannt. Luxemburg ist von nun an Teil des wissenschaftlichen MAB Programms, das in den 70er Jahren gegründet wurde. Anfang 2020 gab es 701 Biosphärenreservate in 124 Ländern. Dank des weltweiten Netzwerks können sie sich untereinander austauschen und ihre Erfahrungen und ihr Wissen miteinander teilen .

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Ein Ort des Lernens

Minett unesco biosphere

Orte des Lernens für die nachhaltige Entwicklung

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Minett unesco biosphere

Orte des Lernens für die nachhaltige Entwicklung

Um international als Biosphärenreservat anerkannt zu werden, muss das Gebiet unter anderem Besonderheiten in Bezug auf menschliche Aktivitäten in der Natur aufweisen können. An diesen Standorten werden Verfahren getestet und entwickelt, um die sozioökonomische Auswirkung auf die Umwelt zu verringern und gemeinsame Aktionen umzusetzen . Indem sie neue Arten der Flächenbewirtschaftung erforscht kann die Region eine größere Ausgewogenheit in der Beziehung zwischen Mensch und Natur erzielen .

Die Region „Minett UNESCO Biosphere“ ermöglicht es, die Auswirkung der Menschen auf die Natur sowie die Wiedereroberung von Lebensräumen durch die Natur zu erforschen. Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1990er Jahre wurde die Region stark von der industriellen Aktivität geprägt. Der Erzabbau bis in die 70er Jahre, und dann die Einstellung des Abbaus des Eisenerzes namens „Minett“ hat seine Spuren in der Landschaft hinterlassen. Die Architektur,die Stahlindustriebrachen, die Bergwerken und die Einwanderung sind gute Beispiele hierfür. Heute zeigt dieses dicht bewohnte Gebiet von einer wiedergewonnene Biodiversität, einer erhaltenswerten Kulturgeschichte und einer großen urbanen Erneuerung.

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Geographie

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Minett unesco biosphere

Eine postindustrielle Region, bekannt für ihre kulturelle Vielfalt, Einzigartigkeit und die Renaturierung der alten Tagebaubergwerke

Das Gebiet der MINETT UNESCO BIOSPHERE ist ...

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  • 11 Gemeinden:

    Bettemburg, Differdingen, Düdelingen, Esch an der Alzette, Käerjeng, Kayl, Monnerich, Petingen, Rümelingen, Sassenheim und Schifflingen.

  • Eine Grenzregion mit Frankreich und Belgien.

  • Naturschutzgebiete auf nationaler und kommunaler Ebene seit den 90er Jahren.

  • Eine Verwaltung, die Gewählte und lokale Techniker, staatliche Instanzen, lokale Vereinigungen, sozio-ökonomische und wissenschaftliche Akteure vereint.

  • 94 788 angebotene Arbeitsplätze, von denen 51 % von Grenzgängern besetzt sind .

  • Fast 7000 Firmensitze.

  • Über 600 Hektar Industriebrachen, die in den urbanen Zentren renoviert werden.

  • Eine urbane Region, geprägt von der Eisen- und Stahlindustrie der Vergangenheit, im vollen Wandel.

  • Fast 150 Nationalitäten und 45,23 % ausländische Einwohner.

  • Eine durchschnittliche Dichte von 884 Einwohner/km2 .

  • Über 600 Hektar Industriebrachen, die in den urbanen Zentren renoviert werden .

  • Eine Fläche von 200 km2.

aber dennoch …

zeichnet sich durch eine Stufenlandschaft aus: Obstgärten, Kalkrasen, magere Flachland-Mähwiesen, Schlucht- und Auenwälder, Feuchtwiesen mit einer wichtigen und erhaltendswerten Fauna und Flora.

Die Bergwerken , diese ganz von Menschenhand erschaffenen terrassierten Landschaften, machen unsere Biosphäre aus. Früher waren sie Orte der intensiven industriellen Aktivität:Heute beweisen sie , dass die Einflüsse der Menschen auf die Natur auch positiv sein können. Die Stilllegung der ehemaligen Bergbaustandorte hat die Entwicklung von Pflanzengesellschaften und die Entstehung einer besonderen Fauna begünstigt (Orchideen, Schmetterlinge, Fledermäuse, Amphibien, Eidechsen, Reptilien, Vögel, ...). Diese Region kommt jeden Tag in Kontakt mit einer Vielzahl menschlicher Aktivitäten, die es nachhaltiger zu gestalten gilt, ohne dass sie sich ausbreiten, um so die Naturräume zu erhalten.

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Minett unesco biosphere

Eine maßgeschneidertes Zonierungskonzept, um die Funktionen des Biosphärenreservats zu erfüllen

Jedes Biosphärenreservat muss drei Zonen haben, um seine Funktionen zu erfüllen.

Zentrale Zonen

Die zentralen Zonen schützen wichtige ökologische Besonderheiten und Funktionen. Hier sind nur Forschungs- oder Monitoring-Aktivitäten erlaubt. Die Zonen bestehen ausschließlich aus stillgelegten Tagebaubergwerken, die als Naturschutzgebiete oder NATURA-2000-Gebiete ausgezeichnet sind. Einige befinden sich in unmittelbarer Nähe von urbanen Zonen . Hierbei handelt es sich um ein Merkmal des industriellen Erbes: Man musste so nah wie möglich an den Eisenerzbergwerken bauen.

Übergangszonen

Die Übergangszonen bestehen aus den verbleibenden Flächen, in denen menschliche Aktivitäten stattfinden. Sie zeichnen sich durch eine vielseitige Bodennutzung aus und auf ihnen leben und arbeiten Menschen.

Pufferzonen

In diesen Räumen dürfen die geschützten Zonen nicht durch menschliche Aktivitäten gestört werdenören darf. Sie sollen die negativen Auswirkungen von menschlichen Aktivitäten auf die zentralen Zonen soweit wie möglich begrenzen. Die 26 Pufferzonen, die in unserer Biosphäre festgelegt sind, bestehen aus allen anderen Naturschutzgebieten und NATURA-2000-Gebieten, welche nicht zu den stillgelegten Tagebaubergwerken gehören.

Weitere Informationen:
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Ziele

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Minett unesco biosphere

Ein nachhaltiges regionales Entwicklungskonzept

Das Biosphärenreservat hat zum Hauptziel, das regionale Konzept und eine gemeinsame Vision der Raumentwicklung des Biosphärenreservats weiter zu entwickeln.

Wir arbeiten auf unterschiedlichen Ebenen um:
  • ein Forschungsprogramm in Abstimmung mit den wissenschaftlichen Partnern der Region zu etablieren ;
  • Kinder im Grundschulalter eine Bildung im Bereich der nachhaltigen Entwicklung anzubieten und die aktive Teilnahme der Oberschüler und der Bürger zu fördern ;
  • das industrielle, natürliche und kulturelle Erbe aufwerten und schützen;
  • den nachhaltigen Tourismus zu fördern;
  • die regionale Identität und die Attraktivität der Region zu verstärken.
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Partners

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Minett unesco biosphere

Eine Genese, die eine Vielzahl von Akteuren zusammenbringt

Die Idee, das erste Biosphärenreservat in Luxemburg zu gründen, entstand 2016 durch die Initiative der luxemburgischen Kommission für die Zusammenarbeit mit der UNESCO. Die Südregion hat sofort das Interesse des UNESCO-Labels geweckt, weil das s ehemalige Minettebecken günstige Rahmenbedingungen für die Forschung der Mensch-Natur-Beziehungen bietet.

Nach einigen Jahren voller Diskussionen, Treffen und Austausch konnte das Projekt die Unterstützung zahlreicher politischer Akteure gewinnen . Das Projekt konkretisierte sich 2018 als der Verband PRO-SUD einstimmig entschied , mit den elf Gemeinden für das UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB) zu kandidieren. Gleichzeitig wollte der Verband das zukünftige Naturschutzgebiet verwalten. Die volle Unterstützung der nationalen Behörden kam zu jener der Gemeinden hinzu.

Mit ihnen hat PRO-SUD zusammengearbeitet, um die Bewerbungsunterlagen zu vervollständigen. Der Einsatz von allen Beteiligten hat sich in den ersten konkreten Aktionen gezeigt. Bürgerversammlungen wurden in allen elf Gemeinden organisiert mit insgesamt fast 500 Teilnehmern. Diese Synergien haben es ermöglicht, die Bewerbungsunterlagen in kurzer Zeit zu vervollständigen. Die Bewerbung wurde im September 2019 eingereicht.