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Minett Mash-Up: Episode 18 – Carlo Hamling X Den Alen ARBED’S Büro

Lokale Geschichte leben

 

Nach unserer Station in Düdelingen im letzten Monat sind wir im Oktober zu Besuch im Kayltal. Das enge Tal, das über die Jahre vom Kaylbach, einem Nebenfluss der Alzette, in die Landschaft geschnitten wurde, ist ein Ort voller Geschichte und Geschichten, die im Mittelpunkt dieser Episode stehen.

Wir nehmen Sie mit auf eine Reise durch die Geschichte der Gemeinde, reden mit unserem Gast aber auch über seine Arbeit als Totengräber und seinen Wunsch die Erinnerung an verstorbene Kayler am Leben zu erhalten.

Unser Gast: Carlo Hamling

Carlo Hamling ist durch und durch mit seiner Heimatgemeinde verbunden. Der gebürtige Kayler interessiert sich seit seiner Jugend für die Geschichte seines Tals und kennt diese wie kaum ein anderer. Seine Passion ist ansteckend und er gibt sein Wissen in Form von Workshops auch gerne an Schulkinder der Region weiter.

Ausserdem ist Carlo ein begeisterter Sammler von historischen Objekten, die er auch dem neuen „Musée Ferrum“ in Tetingen zur Verfügung stellt, damit sie der Öffentlichkeit zugänglich sind.

© Minett UNESCO Biosphere

Unsere Minett-Location des Monats: Tetingen

Die Gemeinde Kayl-Tetingen

Die Gemeinde Kayl besteht aus den Ortschaften Kayl und Tetingen. Im Osten begrenzt das grösste Naturschutzgebiet Luxemburgs „Haard“ die Gemeinde, im Westen sind es die Naturschutzgebiete „Léiffrächen“ und „Brucherbierg-Lallengerbierg“. Heute leben rund 10000 Leute in der Gemeinde.

In der Gemeinde Kayl gab es kein Stahlwerk. Der Bergbau dominierte im 20. Jahrhundert das industrielle Geschehen in beiden Orten. Neben den Gruben existierten in Kayl und Tetingen aber etliche Betriebe, die der Bergwerk- und Stahlindustrie zulieferten. So wurden hier die Schuhe der Bergleute und deren Grubenlampen produziert.

Das Kabaischen des Monats: Den alen ARBED‘s Büro

Sechs Schlafmöglichkeiten warten hier auf neugierige Gäste, wo vor Jahrzehnten die Lorenwagen voll mit dem kostbaren, erzhaltigen Minett-Gestein gewogen wurden. Das alte Verwaltungsgebäude der Eisenhüttengesellschaft in Tetingen trieft förmlich von Geschichte; von hier aus ging das Gestein in alle Stahlbetriebe der Region und schuf so einen Teil des Reichtums, den das Großherzogtum im 20. Jahrhundert ausmachte.

Die Arbeiten zur Verwandlung dieses alten Verwaltungsgebäudes hatten dabei die ganz klare Vision, die bestehende, historische Grundform des Gebäudes zu erhalten und zu respektieren. Zuständig hierfür war das Architektenbüro Tetra Kayser Associés. So blieb die Außenfassade dieselbe, und auch das Innenleben verdeutlicht weiterhin die enge Verbindung zur industriellen Vergangenheit des Gebäudes.

 

Source: www.simpleviu.com

Unser Quiz:

1910 begann die Diskussionen um eine regionale Strassenbahn im Süden Luxemburgs zu bauen. Vier Jahre später wurde das Gemeindesyndikat TICE gegründet, welches für den Bau und den Betrieb der Tram verantwortlich war. 1927 fueren die ersten Bahnen der “Minettstram”, unter anderem von Esch nach Düdelingen, über Kayl, aber auch von Kayl nach Rümelingen. Bis wann war die “Minettstram” in Betrieb?

  1. 1936
  2. 1945
  3. 1956

 

In Kayl existierte über Jahrhunderte eine Waasserburg, die im Laufe des 13..Jahrhunderts errichtet wurde. Die Burg blieb allerdings nicht erhalten und wurde erst im 20. Jahrhundert wiederentdeckt. Wann genau fand man die Fundamente der alten Burg zu Kayl?

  1. 1943 nach einem Luftangriff während des Zweiten Weltkriegs
  2. 1970 als ein Bauer seine Felder pflügte
  3. 1980 bei Kanalisationsarbeiten am Kaylbach

 

Links zu den Themen dieser Episode:

 

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