Unter Tage, im Herz der Minett
Die Geschichte der Minett, ihr Abbau, ihre Weiterverarbeitung und das Leben der Menschen in den Hüttenwerken sowie in den Minen sind in diesem Jahr unser roter Faden im Minett Mash-Up. In dieser Episode geht es besonders um die Bergleute und ihre Arbeit, die alles andere als ein einfacher Job war – inmitten einer Umgebung, in der die Industriegeschichte noch heute lebendig ist.
Unsere „Minett Location“ des Monats: Musée National des Mines de Fer (Rümelingen)
Dieses Mal führt uns die Reise des Minett Mash-Up ins Musée des Mines in Rümelingen – ein Ort, an dem man die Geschichte des Bergbaus nicht nur sieht, sondern auch fühlt. Der Eingang des Museums liegt am „Carreau“ der Grube Walert, und hier wird man ganz konkret in die Welt der Bergleute eingeführt.
Das Museum existiert bereits seit über 50 Jahren und bietet den Besuchern einen authentischen Einblick in die Arbeitsbedingungen von damals. Mitten in der Mine herrschen kühle 11 Grad bei einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit – da muss bei Besichtigungen nicht nur auf Besucher geachtet werden, die manchmal in kurzen Hosen und T-Shirt kommen, sondern auch auf die Exponate, die im Laufe der Führung gezeigt werden.
Ein besonderer Zeuge vergangener Zeiten hängt noch vor dem Museum: ein Laufwagen der Seilbahn, die von Öttingen nach Differdingen ins Hüttenwerk führte. Diese Seilbahn war von 1906 bis 1980 in Betrieb und verband die Minen mit der Weiterverarbeitung des Eisens. Genau solche Details machen die Location des Monats zu mehr als nur einem Museum: Sie ist ein Eingang in eine vergangene Zeit, die uns hilft, unser industrielles Erbe besser zu verstehen.
Unser Gast: Dario Di Genova
Unser Gast, Dario Di Genova, ist Führer im Musée des Mines in Rümelingen. Er teilt seine Leidenschaft für die Geschichte der Luxemburger Minen mit den Besuchern und lässt die Erinnerung an die Arbeit der Bergleute lebendig werden.
In der Episode sprechen wir mit ihm über seine Verbindung zu diesem besonderen Ort und über seine Motivation, hier als Führer zu arbeiten, die auf Erfahrungen zurückgeht, die Dario als Junge im Umfeld der Mine am Thillenberg gemacht hat, wo sein Vater 31 Jahre lang gearbeitet hat. Das Gespräch beleuchtet viele Facetten, die die Welt des Bergbaus ausgemacht haben:
- die Gründung und Geschichte der Minen und des Museums in Rümelingen,
- die Bedeutung der Minen für die Luxemburger Wirtschaft,
- die markanteste Periode für den Bergbau in der Region,
- die technologische und menschliche Entwicklung der Minen im Laufe der Zeit,
- das Verschwinden dieser Industrie in Luxemburg,
- der Einfluss des Bergbaus auf die Region und ihre Bewohner,
- und die Frage, wie man einer neuen Generation die Erinnerung an diese Epoche weitergeben kann.
Als Führer hat Dario auch eine besondere Leidenschaft für Modelle der Bergbauindustrie, die er selbst baut. Darüber erfahren wir in dieser Episode mehr.
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© Minett UNESCO Biosphere
Unser Quiz:
In welchem Jahr wurde das erste Eisenerz offiziell in Rümelingen verkauft?
- 1872
- 1863*
- 1891
Wie lang war die Seilbahn von Öttingen nach Differdingen, die von 1906 bis 1980 in Betrieb war, insgesamt?
- knapp 7 Kilometer
- knapp 10 Kilometer
- knapp 13 Kilometer*
Links zu den Themen dieser Episode:
- Musée National des Mines de Fer – Nationales Bergbaumuseum in Rümelingen, das an den Abbau der Minett in Luxemburg erinnert
- Öttingen – Französische Ortschaft an der Grenze bei Rümelingen
- Grube Thillenberg – Größte Eisenerzgrube in Luxemburg, die bis November 1981 in Betrieb war
- Streik von 1921 – Arbeitskampf der Bergleute und Hüttenarbeiter für bessere Arbeitsbedingungen
- Öttinger Seilbahn – Seilbahn, die Minett-Steine von der Minière in Ottingen ins Hüttenwerk nach Differdingen brachte
- Monument National des Mineurs – Denkmal auf der Léiffrächen, das an die Toten aus den Luxemburger Minen erinnert
- CS Oberkorn – Fußballverein aus der Gemeinde Differdingen
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