Kenns du de Minett? MINETTER SCHOF TUTTI FRUTTI
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Mmmh… Minett! Offiziell vorgestellt

Mit einer Pressekonferenz, in Präsenz der Umweltministerin Joëlle Welfring wurde heute das Projekt „Mmmh… Minett“ offiziell vorgestellt. Ziel dieses Projektes ist es die Rückverfolgung von Lebensmitteln, die auf dem Gebiet des Biosphärenreservates hergestellt werden, zu ermöglichen. Durch das Programm sollen diese Lebensmittel erkennbar sein, umso besser von Kunden, die auf der Suche nach lokalen und saisonalen Produkten sind, identifiziert werden zu können. Das erste Produkt, das heute vorgestellt wurde, ist das „Minetter Schof“. Seit rund 20 Jahren werden die Kern- und Pufferzonen der Minett UNESCO Biosphere von Schafen beweidet. Diese Beweidung hemmt die Verbuschung der Gebiete und garantiert den Erhalt der Trockenrasenflächen, die als Hort der Biodiversität den Süden Luxemburgs kennzeichnen.

Für die Pressekonferenz hatten das Gemeindesyndikat PRO-SUD, die Naturverwaltung (ANF) und das Ministerum für Umwelt, Klima und nachhaltige Entwicklung die Presse auf den Lalléngerbierg eingeladen. Der Lalléngerbierg ist eine der sechs Kernzonen der Minett UNESCO Biosphere. Es ist ein ehemaliger Tagebau, in dem Eisenerz an der Oberfläche gefördert wurde. Nach dessen Stilllegung entstanden hier, wie in den anderen Kernzonen des Biosphärenreservates große Trockenrasenflächen, die heute zu den bedeutendsten Hotspots für Biodiversität im Großherzogtum gehören.

Umweltministerin Joëlle Welfring unterstricht in ihrer Rede, dass es wichtig ist durch konkrete Projekte den Biodiversitätsverlust zu bremsen und die Natur, die uns umgibt zu erhalten. In dem Sinn lobte sie die Landschaftspflege der ANF, die sich aktiv für den Erhalt der für die Gegend typischen Landschaften einsetzt. Laurent Schley, stellvertretender Direktor der ANF, ging auf die Ursprünge der Wanderbeweidung der alten Tagebaugebiete ein, die vor rund 20 Jahren ins Leben gerufen wurden. Es ging damals darum aktiv der einsetzenden Verbuschung der Gebiete und des Entstehens von Primärwäldern entgegenzuwirken, um Biodiversität und Landschaftsbild zu erhalten.

PRO-SUD-Präsident Georges Mischo unterstrich in seiner Rede das Engagement des, noch jungen, Biosphärenreservates, um Produzenten und Kunden die Produkte der Region zugänglich zu machen und hob die regionale Rolle der Minetter Schof hervor, mit denen ein hochwertiges kommerzielles Produkt an die Bürger der Region und des Rests des Großherzogtums verkauft werden kann. Landwirt Pol Kail, Besitzer der Herde, die sich um die Pflege der Naturschutzzonen des Minetts kümmert, schloss die Pressekonferenz mit Details zum roten Ardennerschaf ab. Das Ardennerschaf ist eine Rasse aus der Großregion und wurde deswegen bewusst ausgewählt, um durch das Biosphärenreservat zu ziehen. Ein weiteres Argument, was vor rund 20 Jahren, für dieses Rasse sprach, war ihr Erhalt, da der weltweite Bestand an Roten Ardennern, zu Gunsten anderer Schafsrassen, in den letzten Jahrzehnten konstant abnimmt.

Das Fleisch der Minetter Schof wird von „La Provençale“ verarbeitet und ist ab sofort in ausgewählten Supermärkten und bei einigen Metzgereien des Großherzogtums verfügbar. Es ist ein regionales Produkt, das in Zukunft jedes Jahr zwischen Juli und Dezember verfügbar sein wird.

Weitere Details über das Projekt der Wanderschäferei, über „Mmmh… Minett“ und andere Aktionen zur Förderung lokaler Lebensmittelproduktion in der Minett UNESCO Biosphere finden Sie hier.