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Der Minett aus Sicht seiner Einwohnerinnen und Einwohner

Die Einwohnerinnen und Einwohner des Minett lieben ihre Region und nennen Umwelt, Wohnen und Mobilität als Prioritäten

Im Rahmen der neuen territorialen Kooperationsvereinbarung zwischen dem Staat und dem Gemeindesyndikat PRO-SUD beleuchtet eine repräsentative Umfrage, die von Ilres unter 837 Einwohnerinnen und Einwohnern der elf Gemeinden des Minett durchgeführt wurde, eine Region, die von ihren Bewohnerinnen und Bewohnern sehr geschätzt wird, zugleich aber auch mit klaren Erwartungen im Bereich der territorialen Entwicklung konfrontiert ist.

Die Umfrage, die in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wohnungsbau und Raumentwicklung konzipiert und durchgeführt wurde, fand im Februar und März statt. Ziel der Umfrage war es, ein besseres Verständnis dafür zu gewinnen, wie die Bewohner der Minett ihre Region wahrnehmen, wie sie ihre Lebensqualität einschätzen, wie gut sie die regionalen Strukturen kennen und welche Prioritäten sie für die kommenden Jahre setzen.

Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für die Ausarbeitung der neuen territorialen Kooperationsvereinbarung zwischen dem Staat und PRO-SUD, bestätigt Christian Weis, Präsident des Syndikats PRO-SUD: „Diese Umfrage bestätigt die starke Verbundenheit der Einwohnerinnen und Einwohner mit dem Minett und ihre positive Wahrnehmung der Lebensqualität in der Region. Sie zeigt auch, dass die Erwartungen sehr konkret sind: Umwelt, bezahlbarer Wohnraum, Mobilität und Bürgerinformation zählen zu den Prioritäten. Diese Ergebnisse bilden eine wertvolle Grundlage, um zusammen mit den elf Gemeinden eine gemeinsame Strategie für Raumplanung, Entwicklung und territoriale Förderung aufzubauen, die an die spezifischen Bedürfnisse unserer Region angepasst ist.“

Ziel dieser Vereinbarung ist es, einen koordinierten Ansatz der regionalen Entwicklung zu stärken, unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Gebiets, der Bedürfnisse der Gemeinden, der nationalen und grenzüberschreitenden Dynamiken sowie der von den Einwohnerinnen und Einwohnern geäußerten Erwartungen. Die Umfrage ermöglicht es somit, die institutionellen Überlegungen durch eine bürgernahe Sicht auf die Region und ihre Herausforderungen zu ergänzen.

Weithin anerkannte Lebensqualität und eine von ihren Einwohnerinnen und Einwohnern empfohlene Region

Die Ergebnisse der Umfrage bestätigen zunächst ein hohes Maß an Zufriedenheit mit der Lebensqualität im Minett. 79 % der Befragten geben der Lebensqualität in der Region eine Bewertung zwischen 7 und 10, darunter 23 % eine Bewertung von 9 oder 10. Diese positive Wahrnehmung geht mit einer starken lokalen Verwurzelung einher. 86 % der Befragten leben seit mehr als zehn Jahren im Minett oder haben immer dort gewohnt. Diese Ergebnisse unterstreichen eine starke Verbindung zwischen den Einwohnerinnen und Einwohnern und ihrem Gebiet.

Auch das Image der Region ist unter ihren Einwohnerinnen und Einwohnern überwiegend positiv. Rund 64 % der Befragten äußern eine positive Wahrnehmung des Minett. Die Umfrage zeigt jedoch eine Diskrepanz zwischen dem erlebten Image der Region und dem vermuteten Image außerhalb der Region auf. Nur 46 % der Befragten sind der Meinung, dass der Minett bei Personen, die nicht in der Region leben, ein positives Image genießt. Dieses Ergebnis zeigt, dass weiterhin Arbeit in den Bereichen Aufwertung und Kommunikation notwendig ist, um die Stärken des Gebiets über seine regionalen Grenzen hinaus besser bekannt zu machen.

Die Einwohnerinnen und Einwohner erklären nicht nur, dass sie zufrieden damit sind, im Minett zu leben: Viele von ihnen empfehlen die Region auch weiter. Je nach betrachteter Aktivität — dort leben, dort arbeiten, die Region besuchen oder dort kulturelle Aktivitäten ausüben — bewegen sich 65 bis 71 % der Befragten auf den positivsten Empfehlungsstufen.

Die Ablehnung bleibt sehr begrenzt: Nur 4 bis 6 % der Einwohnerinnen und Einwohner erklären, dass sie die Region „überhaupt nicht“ empfehlen würden. Diese Ergebnisse bestätigen, dass der Minett bei seinen Einwohnerinnen und Einwohnern über ein bedeutendes Kapital an Verbundenheit verfügt. Sie zeigen zudem, dass dieses positive Image ein Hebel sein kann, um die Attraktivität der Region als Wohn-, Wirtschafts-, Kultur- und Tourismusstandort zu stärken.

Aktivitäten hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Alltag

Die regelmäßig im Minett ausgeübten Aktivitäten stehen vor allem im Zusammenhang mit dem Alltag. Die Einwohnerinnen und Einwohner nennen hauptsächlich Einkäufe und Shopping, erwähnt von 76 % der Befragten, gefolgt von Treffen mit Familie oder Freunden mit 75 % sowie Sport und Ausflügen in die Natur mit 70 %. Restaurants und Bistros werden ebenfalls von 61 % der Befragten genannt.

Kulturelle Aktivitäten scheinen weniger häufig zu sein: 31 % der Einwohnerinnen und Einwohner geben an, diese regelmäßig auszuüben, während 18 % angeben, dies nie zu tun. Auf beruflicher Ebene geben 43 % der Befragten an, in der Region zu arbeiten. Dieser Anteil ist bei den 25- bis 34-Jährigen besonders hoch; 56 % von ihnen arbeiten häufig oder regelmäßig im Minett.

Grenzüberschreitende Aktivitäten bleiben dagegen relativ begrenzt. Keine Aktivität außerhalb der Region wird regelmäßig von mehr als 25 % der Befragten ausgeübt. Shopping in den französischen oder belgischen Grenzgebieten ist mit 23 % die am häufigsten genannte externe Aktivität.

Regionale Strukturen: gemeinsame Projekte besser bekannt machen

Die Umfrage zeigt, dass die Kenntnis der regionalen Strukturen noch weiter gestärkt werden kann. 30 % der Einwohnerinnen und Einwohner geben an, das Syndikat PRO-SUD zu kennen. Eine vertiefte Kenntnis des Syndikats bleibt begrenzt: 30 % der Befragten geben an PRO-SUD zu kennen, aber nur 5 % kennen die Struktur gut.

Die Minett UNESCO Biosphere genießt ihrerseits eine tatsächliche Bekanntheit, die jedoch noch ausbaufähig ist. 36 % der Einwohnerinnen und Einwohner geben an, sie zu kennen. Unter denjenigen, die die Minett UNESCO Biosphere kennen, wissen 72 %, dass ihre Gemeinde Teil des UNESCO-Gebiets ist. Darüber hinaus bewerten die Befragten den potenziellen positiven Einfluss des Labels auf das Image der Region mit 6,7 von 10 Punkten. Diese Ergebnisse bestätigen, dass die Minett UNESCO Biosphere einen wichtigen Hebel darstellt, um die territoriale Identität, die Sichtbarkeit des Minett sowie die Aufwertung seiner Landschaften, seiner Biodiversität und seines Natur- und Industrieerbes zu stärken.

Diese Feststellung deckt sich mit einem weiteren wichtigen Ergebnis: 75 % der Einwohnerinnen und Einwohner äußern den Wunsch, besser über regionale Projekte informiert zu werden. Die Umfrage verdeutlicht somit eine zentrale Kommunikationsherausforderung rund um die Rolle der regionalen Strukturen, ihre Aufgaben, ihre Projekte und die Zusammenarbeit zwischen den elf Gemeinden des Südens.

Die Umfrage zeigt außerdem ein ausgeprägtes Interesse an Information und Bürgerbeteiligung. 41 % der Einwohnerinnen und Einwohner möchten sich zu den Projekten von PRO-SUD und der Minett UNESCO Biosphere sowie über diese Projekte äußern können.

Die bevorzugten Konsultationsformate sind hauptsächlich flexibel und leicht zugänglich. 59 % der Befragten nennen Fragebögen oder Umfragen, während 47 % Online-Konsultationen erwähnen. Präsenzformate werden seltener genannt: 31 % für öffentliche Versammlungen und 24 % für partizipative Workshops.

Um Informationen über lokale und regionale Projekte zu erhalten, bevorzugen die Einwohnerinnen und Einwohner mehrere ergänzende Kanäle: E-Mail-Newsletter, genannt von 38 %, Lokalzeitungen und Gemeindeblätter mit 37 % sowie soziale Netzwerke mit 35 %.

Biodiversität, Wohnen und Klimaanpassung an der Spitze der Erwartungen

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die Einwohnerinnen und Einwohner Projekten im Zusammenhang mit Umwelt, Biodiversität, Klima und Lebensumfeld große Bedeutung beimessen. Die Entwicklung von Grünflächen in Ortschaften und Städten erweist sich als eine der stärksten Prioritäten: 84 % der Befragten betrachten diese Maßnahme als prioritär oder sehr prioritär.

Die Einwohnerinnen und Einwohner äußern zudem erhebliche Bedenken hinsichtlich Schadstoffen in Lebensmitteln, der Wasserqualität, der Auswirkungen des Klimawandels und der Bodenversiegelung. Die Anpassung der Städte an starke Hitze, Überschwemmungen und Dürren erscheint somit als ein wichtiges Thema für die künftige Entwicklung der Region.

Die Umfrage hebt außerdem das Interesse an nachhaltigem Tourismus hervor, insbesondere im Zusammenhang mit ehemaligen Tagebaugebieten, der Minett UNESCO Biosphere und Initiativen wie dem Minett Trail. Die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus wird von 67 % der Einwohnerinnen und Einwohner als prioritär oder sehr prioritär angesehen.

Das Wohnen erscheint als ein weiteres prioritäres Thema. Auch wenn 69 % der Befragten angeben, mit ihrer derzeitigen Wohnsituation zufrieden zu sein, sind die Erwartungen an die Wohnungspolitik sehr hoch. Die Entwicklung von bezahlbarem Wohnraum wird von 52 % der Befragten als sehr prioritär und von 31 % als prioritär angesehen, also von insgesamt 83 %.

Auch andere Maßnahmen im Zusammenhang mit Wohnen und Stadtentwicklung werden als wichtig bewertet, insbesondere die Nutzung leerstehender Gebäude und ungenutzter Grundstücke sowie die Wiederbelebung der Stadtzentren. Diese Ergebnisse spiegeln eine starke Erwartung zugunsten einer regionalen Entwicklung wider, die Lebensqualität, Zugang zu Wohnraum, effiziente Nutzung bestehender Flächen und Attraktivität der Ortschaften miteinander verbindet.

Mobilität: Dominanz des Autos und Erwartungen an Intermodalität

Mobilität stellt eine dritte zentrale Achse der regionalen Anliegen dar. Das private Auto bleibt das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel: 69 % der Befragten geben an, es zu nutzen. Öffentliche Verkehrsmittel werden von 51 % der Einwohnerinnen und Einwohner genutzt, während 40 % angeben, sich zu Fuß fortzubewegen. Andere Verkehrsmittel bleiben weniger verbreitet: 16 % geben an, Fahrgemeinschaften zu nutzen, und 12 % benutzen das Fahrrad.

Das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln wird insgesamt gut bewertet: 61 % der Einwohnerinnen und Einwohner halten es für gut oder sehr gut ausgebaut. Diese Wahrnehmung ist besonders positiv bei den 16- bis 24-Jährigen, die zugleich die größten Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Verkehrs sind.

Das Parken erscheint hingegen als ein Spannungsfeld. 60 % der Einwohnerinnen und Einwohner zeigen sich wenig oder gar nicht zufrieden mit dem Parkplatzangebot, wobei die Unzufriedenheit in bestimmten stark urbanisierten Gemeinden noch höher ausfällt.

Für zukünftige Projekte erweist sich die Intermodalität als eine starke Priorität. Den Umstieg von einem Verkehrsmittel auf ein anderes — Fahrrad, Zug, Bus oder zu Fuß gehen — zu erleichtern, wird von 72 % der luxemburgischen Einwohnerinnen und Einwohner und 80 % der nicht-luxemburgischen Einwohnerinnen und Einwohner des Minett als prioritär oder sehr prioritär angesehen. Auch die Verringerung des Durchgangsverkehrs wird von 66 % der Einwohnerinnen und Einwohner als prioritär bewertet.

Eine solide Grundlage für die künftige territoriale Strategie

Insgesamt bestätigt die Umfrage, dass der Minett eine Region ist, mit der sich seine Einwohnerinnen und Einwohner tief verbunden fühlen. Die Lebensqualität wird dort mehrheitlich anerkannt, die lokale Verwurzelung ist stark, und die Region verfügt über bedeutendes Potenzial in den Bereichen Identität, Natur, Erbe und nachhaltige Entwicklung.

Die Ergebnisse verdeutlichen außerdem mehrere klare Erwartungen: Grünflächen stärken, die Umwelt bewahren, bezahlbaren Wohnraum entwickeln, Intermodalität verbessern, den Durchgangsverkehr reduzieren, die Minett UNESCO Biosphere besser zur Geltung bringen und die Bürgerinnen und Bürger besser über regionale Projekte informieren.

Klicken Sie hier, um die Umfrage im Detail einzusehen.