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Grüne Wände entdecken, bevor sie wachsen

Schulworkshops starten das Projekt Cool Neighbourhoods

   

Wie kann ein Schulhof kühler, grüner und sowohl für Menschen als auch für die Tierwelt einladender werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler des Cycle 4 gemeinsam mit ihren Lehrkräften im Rahmen von vier Bildungsworkshops, die im Juni im Zuge des Projekts Cool Neighbourhoods stattfanden.

Obwohl die grüne Wand noch nicht installiert ist – der Bau ist für die Sommerferien vorgesehen –, boten die Workshops den Kindern die Möglichkeit, das Projekt bereits im Vorfeld kennenzulernen und seine zahlreichen Vorteile für das schulische Umfeld zu verstehen.

Das Interreg-NWE-Projekt Cool Neighbourhoods kennenlernen

Die Workshops wurden von zwei Expertinnen einer lokalen Naturschutzorganisation geleitet: der Naturingenieurin Simone Biver und der Ornithologin Catherine Kirsch. Mithilfe interaktiver Präsentationen und Aktivitäten machten sie die Schülerinnen und Schüler mit der Minett UNESCO Biosphere, der Rolle europäischer Kooperationsprojekte sowie dem Konzept von grünen Wänden und begrünten Fassaden vertraut.

Die Kinder erfuhren, wie grüne Wände zu einem gesünderen und angenehmeren städtischen Umfeld beitragen können. Begrünte Fassaden sind nicht nur optisch attraktiv, sondern helfen auch dabei, Gebäude und ihre Umgebung bei Hitze abzukühlen, Lärm zu reduzieren und wertvolle Lebensräume für Insekten und Vögel zu schaffen. Diese naturbasierten Lösungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung der urbanen Biodiversität und verbessern gleichzeitig das Wohlbefinden der Bevölkerung.

Lernen durch Spielen: Die richtigen Pflanzen auswählen

Ein besonderes Highlight der Workshops war ein interaktives Spiel, bei dem die Schülerinnen und Schüler herausfinden mussten, welche Pflanzenarten sich am besten für eine grüne Wand eignen – insbesondere aus Sicht heimischer Bestäuber. Die Aktivität regte sie dazu an, bei der Pflanzenauswahl die Bedürfnisse von Bienen, Schmetterlingen und anderen nützlichen Insekten zu berücksichtigen.

Zum Abschluss der Workshops konnten die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen und die verschiedenen Vorteile grüner Wände zeichnerisch darstellen. Eine Auswahl dieser Zeichnungen wird auf einer Informationstafel neben der zukünftigen Installation auf dem Schulhof präsentiert. Die Tafel soll das Projekt und seine Vorteile einem breiteren Publikum näherbringen, darunter Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler, die nicht an den Workshops teilnehmen konnten.

Die Herausforderung städtischer Hitze hautnah erleben

Einer der Workshop-Tage fiel auf einen besonders heißen Tag. Um die Veranstaltung angenehmer zu gestalten, wurde die Präsentation nach draußen in den Schatten verlegt. Diese ungeplante Anpassung ermöglichte den Kindern, eine der zentralen Herausforderungen des Projekts Cool Neighbourhoods unmittelbar zu erleben: die Auswirkungen von Hitze in städtischen Räumen und die Bedeutung kühlerer Umgebungen.

Nach den Sommerferien wird das Projekt fortgesetzt, sobald die grüne Wand installiert ist. Weitere Workshops sind geplant, damit die Schülerinnen und Schüler direkt mit der Anlage arbeiten können. Sie werden die verschiedenen Pflanzenarten kennenlernen, deren Pflege erlernen und die Insekten beobachten, die den neuen Lebensraum bereits für sich entdeckt haben.

Durch diese Aktivitäten verändert das Projekt Cool Neighbourhoods nicht nur einen Schulhof. Es hilft jungen Menschen auch dabei, die Zusammenhänge zwischen Klimaanpassung, Biodiversität und Lebensqualität besser zu verstehen, und stärkt sie darin, aktiv an der Gestaltung grünerer und widerstandsfähigerer Gemeinschaften mitzuwirken.