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Cool Neighbourhoods Partnermeeting in den Niederlanden

In der vergangenen Woche nahmen mit der Stadt Differdingen und dem Gemeindesyndikat PRO-SUD zwei der drei luxemburgischen Teilnehmer des Interreg-Projekts „Cool Neighbourhoods“ am Partnertreffen in Middelburg in der niederländischen Provinz Zeeland teil.

   

Zwei Tage lang haben sich Vertreter der insgesamt 13 Partner, welche 9 Pilotprojekte zur Anpassung an den Klimawandel in Städten Luxemburgs, Frankreichs, Belgiens und der Niederlande umsetzen, getroffen, um sich über die Fortschritte der einzelnen Pilotprojekte auszutauschen. Daneben wurden die Teilnehmer an diesem Meeting auf den neusten Stand rund um die wissenschaftlichen Begleitprojekte des Projekts gebracht.

Schulung und Monitoring

Insbesondere zwei dieser Programme standen bei den Präsentationen im Mittelpunkt. Die Schulungen zum Thema Hitzeinseln und Hitzestress, die von der Provinz Antwerpen vorbereitet werden, wurden thematisiert. Hier wurde festgehalten, dass die fast fertiggestellten Schulungsmodulen in den nächsten Wochen von den Projektpartnern getestet werden und die kompletten Schulungen im nächsten Herbst in allen Pilotregionen angeboten werden. So sollen Gemeindetechniker und Lokalpolitiker mit der Thematik familiarisiert werden, um konkrete Anpassungsstrategien in ihren Gemeinden zu entwickeln.

Das andere wissenschaftliche Begleitprogramm, das in Middelburg auf der Tagesordnung stand, war das Temperaturmonitoring, welches rund um die 9 Pilotstandorte eingerichtet wurde. Hier wurden die Messdaten des vergangenen Sommers gezeigt. Diese veranschaulichen, dass selbst kleine oder mittelgroße Städte während Hitzewellen bis zu 5 Grad höhere Temperaturen aufzeigen als die ländliche Umgebung dieser bebauten Räume.

© Minett UNESCO Biosphere

Gemeinsame Halbzeitkonferenz mit Partner-Projekt

Der zweite Tag des Treffens der „Cool Neighbourhoods“-Partner stand im Zeichen des Austauschs mit den Mitgliedern des „Cool Cities“-Programms. Während es beim ersten Projekt, an welchem ja och luxemburgische Partner teilnehmen, um Klimawandelanpassungen in Stadtvierteln geht, geht es beim „Cool Cities“-Projekt, das über das Interreg North Sea Programm finanziert wird, um die Ausarbeitung von Klimawandelanpassungsstrategien für komplette Städte.

Am Morgen des zweiten Tages stand eine längere Besichtigung der Klimaanpassungsmaßnahmen der Stadt Middelburg auf dem Programm. Die Hauptstadt von Zeeland ist seit Jahren sehr engagiert in dieser Thematik.

Auf der gemeinsamen Halbzeitkonferenz der beiden Projekte wurden mögliche Synergien zwischen den coolen Vierteln und den coolen Städten thematisiert. Die Leiter der beiden finanzierenden Interreg-Programme „North-West Europe“ und „North Sea“ betonten, dass solche Kollaborationen über die Grenzen der einzelnen Programme, die reichweiter der verschiedenen Projekte steigern können und voll und ganz durch das paneuropäische Interreg-Programm unterstützt wurden.

Danach zeigten Keynote-Speaker, wie der niederländische Klimawissenschaftler Tim van Hattum anhand konkreter Beispiele, wie wir uns als Gesellschaft auf die Folgen des zu erwartenden Temperaturanstiegs vorbereiten können.

Das nächste Treffen der „Cool Neigbourhoods“-Partner ist im Frühsommer vorgesehen, hier soll es vor allem um die konkrete Fertigstellung der Pilotprojekte in den 9 beteiligten Städten gehen.