Naturwissenschaften hautnah erleben
Die Minett UNESCO Biosphere bietet in Zusammenarbeit mit dem IFEN eine Reihe praxisorientierter Workshops an, die Lehrkräfte befähigen, Naturwissenschaften erlebbar und begeisternd zu unterrichten. Die Seminare verbinden Theorie mit Outdoor-Aktivitäten und decken Themen von Fledermausschutz bis Geologie ab.
Fledermäuse – Die Kobolde der Nacht – kennenlernen
Workshop: MiNELL – NaturLAb, Eveilstunde vorbereiten: Fledermäuse – Kobolde der Nacht
Fledermäuse faszinieren und verunsichern zugleich. In Luxemburg stehen alle 19 Fledermausarten unter Schutz. Dieser Workshop zeigt, wie Lehrkräfte das Thema spannend und altersgerecht aufbereiten können – inklusive praktischer Tipps zur Gestaltung einer gelungenen Eveilstunde.
Inhalte: Die Teilnehmenden lernen die Lebensräume, Besonderheiten und ökologische Bedeutung der Fledermäuse kennen. Im ersten Termin stehen Theorie und pädagogische Aktivitäten im Vordergrund: kindgerechte Spiele, der Umgang mit Ultraschalldetektoren oder der Bau eines Fledermaushauses. Der zweite Termin führt ins Freie: Abends wird der Ausflug einer der wichtigsten Fledermauskolonien Luxemburgs live beobachtet.
Zielgruppe & Termine:
- Session A (Lehrkräfte der Zyklen 1–3): 12. Mai & 2. Juli 2026
- Session B (Lehrkräfte des Zyklus 4 & Sekundarstufe): 19. Mai & 7. Juli 2026
- Dauer: 5 Stunden
- Sprache: Luxemburgisch
- Ort: Centre nature et forêt Ellergronn & Bech-Kleinmacher
Die Anmeldung für diese Fortbildung erfolgt über dieses Formular.

Die verborgene Welt unter dem Mikroskop entdecken
Workshop: MiNELL – FuDo NaturLAb: Das mikroskopisch Kleine
Was passiert, wenn Kinder mit Mikroskopen die Natur erforschen? Dieser Workshop richtet sich an Lehrkräfte ab Zyklus 3 und vermittelt das Prinzip des forschend-entdeckenden Lernens (FuDo). Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie können Schüler selbstständig beobachten, Hypothesen bilden und Erkenntnisse gewinnen?
Inhalte: Die Fortbildung verbindet wissenschaftliches Arbeiten mit kindlicher Neugier. Mit Handmikroskopen und klassischen Mikroskopen werden Materialien aus der Natur – ein Moospolster, ein Wassertropfen, ein Blattquerschnitt – zu Forschungsobjekten. Die Lehrkräfte erlernen Techniken zum offenen Fragenstellen, zur Dokumentation und zum Austausch in Gruppen. Ziel ist es, aus passivem Schauen aktives Entdecken, Staunen und Verstehen zu machen.
Zielgruppe & Termin:
- Datum: 21. Mai 2026, 14:00–17:00 Uhr
- Dauer: 3 Stunden
- Sprache: Deutsch/Luxemburgisch
- Ort: Centre nature et forêt Ellergronn
- Plätze: nur noch 5 von 12 verfügbar
Die Anmeldung für diese Fortbildung erfolgt über dieses Formular.

Geologie Luxemburgs und die Geschichte des Minetts
Workshop: Geologie vu Lëtzebuerg a speziell vun der Minett um Giele Botter
Das Minett-Eisenerz prägte nicht nur die Landschaft, sondern auch den Wohlstand Luxemburgs. Dieser Workshop vermittelt geologische Grundlagen und führt ins Abbaugebiet Giele Botter, um das Gelernte direkt im Gelände anzuwenden.
Inhalte: Die Teilnehmenden lernen, Gesteinsklassen (Magmatite, Metamorphite, Sedimente) zu unterscheiden und Minett-Eisenerz samt enthaltenen Fossilien zu erkennen. Im Theorie-Teil werden Zusammensetzung und Entstehung des Minetts behandelt; die Feldbegehung macht das Wissen greifbar. Dieser Workshop ist Teil einer dreiteiligen Seminarreihe über die Minett UNESCO Biosphere – weitere Termine zu Biodiversität und Industriegeschichte folgen im Herbst.
Zielgruppe & Termine:
- Session A (Grundschule): 2. Juni 2026
- Session B (Sekundarstufe): 4. Juni 2026
- Dauer: 4 Stunden
- Sprache: Deutsch/Luxemburgisch
- Ort: INRA (Fond-de-Gras) & Giele Botter
Die Anmeldung für diese Fortbildung erfolgt über dieses Formular.
Gemeinsame Stärken der Fortbildungsreihe
Alle drei Seminare teilen dieselbe Philosophie: Naturwissenschaft wird durch praktisches Erleben vermittelt. Die Lehrkräfte erhalten Werkzeuge, um Schüler zu begeistern, eigenständig zu forschen und die Natur als offenen Lernraum zu nutzen. Egal ob Fledermaus-Monitoring, Mikroskopie oder Geländebegehung – die Workshops zeigen, wie Outdoor-Aktivitäten und wissenschaftliches Denken im Unterricht zusammenfließen können.
