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Minett Mash-Up: Carlo Jones X Metzeschmelz

Feuer, Hitze und Eisen

Wie aus der Minette Stahl wurde und wie die Minette-Erze von den Kuppen entlang der französischen Grenze bis in die Hütten gelangten: Das sind die Geschichten, die unseren Podcast in dieser Staffel beleben. In dieser Episode geht es besonders um die Technik und das Umfeld, die es brauchte, um aus Eisenerz Stahl zu machen – mitten an einem Ort, an dem die Industriegeschichte noch spürbar ist.

Unsere „Minett Location“ des Monats: Metzeschmelz 

Diesmal führt uns die Reise des Minett Mash-Up in die Metzeschmelz, eine Industriebrache und ein immens starker Zeuge einer Zeit, in der Stahlproduktion und Alltag hier im Süden ganz eng miteinander verbunden waren.

Für diese Episode sind wir zu Gast in der ehemaligen Zentralwerkstatt der Hütte Esch-Schifflingen – in einer beeindruckenden Halle, in der das Ferro Forum seit einigen Jahren sein zuhause gefunden hat. Hier wird nicht nur „über die Vergangenheit gesprochen“: Hier wird Erinnerung lebendig gehalten, hier werden Geschichten gesammelt und Industriekultur mit Menschen geteilt, die Lust haben, die Minett und ihre Entwicklung besser zu verstehen.

Im Gespräch geht es auch um eine urbane Legende: Die Hütte soll im 19. Jahrhundert von zwei Co‑Eigentümern gebaut worden sein – vollständig gespiegelt, sodass jeder seinen Teil hätte allein betreiben können, falls es zum Streit gekommen wäre. Genau solche Details machen die Location des Monats zu mehr als nur einer Kulisse: Sie ist ein Einstieg in die Geschichte, die wirtschaftlichen Notwendigkeiten und den Alltag von damals und heute.

Gleichzeitig ist Metzeschmelz ein Ort im Umbruch: Das Areal soll zu einem komplett neuen Quartier umgebaut werden. Und da stellt sich eine spannende Frage: Wie passt ein Vereinsprojekt, das Industriekultur lebt, in einen Raum, der sich neu erfindet? Welche Veränderungen wecken Hoffnungen – und wo liegen die Sorgen?

Unser Gast: Carlo Jones

Unser Gast Carlo Jones ist Mitglied und Ehrenamtlicher beim Ferro Forum – dort wird er als „homme à tout faire, même la trésorerie“ beschrieben. In der Episode sprechen wir mit ihm über seine Verbindung zur luxemburgischen Stahlindustrie und über seinen eigenen Weg durch die Arbeitswelt.

Das Gespräch beleuchtet viele Facetten, die die Welt der Schmelzen ausgemacht haben und noch ausmachen:

  • den Weg zur Arbeit und zur Arbeit hin,
  • die Frage, was einen an einem herausfordernden und manchmal gefährlichen industriellen Umfeld angezogen hat,
  • Feuer, Hitze und Öfen: zwischen Faszination, Respekt und Energie – und was das für einen Menschen bedeuten kann,
  • wie schwierig (oder wichtig) es ist, die Leidenschaft für eine solche „harte“ Arbeit an die Jungen weiterzugeben,
  • die Entwicklung der Sicherheit und die Veränderung der Mentalitäten gegenüber dem Risiko,
  • technologische Entwicklungen, die den Alltag auf der Schmelz verändert haben,
  • und die Frage, was man einer neuen Generation mitgeben will, die in ein modernisiertes industrielles Umfeld eintritt.

 

Unser Quiz:

Wann wurde die Metzeschmelz gegründet?

  1. 1882
  2. 1872
  3. 1871*

 

Wie viele Menschen haben dort früher gearbeitet – und wie viele sollen in Zukunft dort arbeiten, wenn die Industriebrache in ein neues Stadtviertel umgeandelt worden ist?

  1. Früher: ~2.600 | Zukunft: ~7.000*
  2. Früher: ~5.000 | Zukunft: ~5.000
  3. Früher: ~1.200 | Zukunft: ~10.000

 

Wie viel Prozent des gesamten Minett-Eisenerzlagers liegen auf luxemburgischem Territorium?

  1. 0,24 %
  2. 3,40 %*
  3. 7,28 %

 

© Minett UNESCO Biosphere

Links zu den Themen dieser Episode:

  • Schmelz Esch-Schëffleng: ehemalige Eisenhütte im Süden Luxemburgs, die vor knapp 15 Jahren endgültig geschlossen wurde
  • Ferro Forum: Verein, der die Erinnerung an die Arbeit in der Stahlindustrie und die Verarbeitung des Eisens wach halten will
  • Arcelor-Mittal: größter Stahlproduzent der Welt, der auch die Eisenhütten in Luxemburg betreibt
  • Emile Mayrisch: Pionier der luxemburgischen Stahlindustrie
  • Grey-Träger: spezielle Form von Stahlträgern, die im Stahlwerk in Differdingen gewalzt und in die ganze Welt exportiert werden
  • Eisenhütte Micheville: ehemaliges französisches Stahlwerk direkt hinter der französisch-luxemburgischen Grenze
  • Quartier Metzeschmelz: neues Wohnviertel, das auf dem Gelände der alten Schmelz Esch-Schifflingen entstehen wird
  • Minett-Becken: größtes Eisenerzlager des Planeten, das nach der Anreicherung der Atmosphäre mit Sauerstoff noch entstanden ist

 

Kontaktiert uns:

    +352 26 17 97 1