Grenzüberschreitendes Treffen in Esch-Alzette
Am 19. Januar 2026 fand in Esch-Alzette ein Treffen zwischen drei wichtigen Akteuren der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit statt: dem Gemeindeverband PRO-SUD, dem EVTZ Alzette-Belval und dem Pôle Métropolitain Frontalier (PMF).
Diese Arbeitssitzung veranschaulicht die Entwicklung der institutionellen Dynamik an der deutsch-luxemburgischen Grenze, wo es nicht mehr nur darum geht, gemeinsame Herausforderungen zu identifizieren, sondern die Wechselwirkungen zwischen den Gebieten besser zu verstehen.
Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Vokabular
Die Diskussion verdeutlichte, wie wichtig es ist, ein differenziertes Vokabular zu verwenden. Anstatt von „gemeinsamen Herausforderungen“ zu sprechen, schlugen die Teilnehmer vor, in Begriffen gegenseitiger Auswirkungen zu denken. Die Wohnungsfrage veranschaulicht diese Nuance: In Luxemburg geht es um die Verfügbarkeit von Wohnraum, während es in Frankreich eher um das Preisniveau geht. Es bestand Einigkeit über die Notwendigkeit, dieses gemeinsame Verständnis zu vertiefen.
Komplementäre Kompetenzen
Jede Organisation spielt eine unterschiedliche Rolle. Der EVTZ Alzette-Belval widmet sich vollständig der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. PRO-SUD verfügt über ein Mandat, um über seinen regionalen Zuständigkeitsbereich hinaus zu handeln. Der PMF fungiert als Ideenlabor, das sich auf Themen wie Beschäftigung, Ausbildung oder frühkindliche Betreuung konzentriert und gleichzeitig die Anliegen der lokalen Mandatsträger an den Zwischenstaatlichen Rat weiterleitet.
Eine bürgernahe Vision
Die Teilnehmer waren sich einig, wie wichtig es ist, grenzüberschreitende Fragen ganzheitlich und aus der Perspektive der Bürger anzugehen, um die Kontinuität der Maßnahmen unabhängig von Wahlzyklen zu gewährleisten.
Allein die Existenz dieser Austauschplattformen stellt bereits einen großen Fortschritt dar. Ein nächstes Treffen und die Erarbeitung eines ersten gemeinsamen schriftlichen Dokumentes werden die nächsten Schritte dieser Zusammenarbeit markieren.
Weiterführende Informationen
Entdecken Sie die vollständige OECD-Analyse zur Governance und den Herausforderungen grenzüberschreitender Regionen: